13. Vaihinger Heiße-Herzen-Fahrt unter veränderten Vorzeichen

hhf2011 Die 13. Heiße-Herzen-Fahrt auf der Enz konnte am Samstag, 17.12.2011 wegen der Hochwasserwelle, bedingt durch das Orkantief Joachim, nur eingeschränkt durchgeführt werden.

Leihkanadier und Mannschaftskanadier für Mitfahrten von Teilnehmern ohne Wildwassererfahrung wurden von der veranstaltenden Kanujugend des Kanuclubs CJD Schloss Kaltenstein nicht zur Verfügung gestellt, weil der Wasserstand zu hoch war und besonders im Bereich der Wehre die Sicherheit nicht gewährleistet war. Bei der Begrüßung durch die Organisatoren wurde auf die Sondersituation hingewiesen und um Verständnis gebeten, dass Flöße und Boote mit aufwändiger Dekoration nicht zugelassen werden konnten.

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Für viele kreative Köpfe unter den Teilnehmern war die Enttäuschung groß, denn bisher war grundsätzlich die Teilnahme mit Wasserfahrzeugen aller Art möglich. Sie hatten sich in mühevoller und langwieriger Arbeit auf die Veranstaltung vorbereitet und wollten mit phantasievollen Motiven den Mitfahrern, Zuschauern und sich selbst eine Freude machen. Diese Ideen sollen jedoch im nächsten Jahr zur Geltung kommen.
Da der Wettbewerb durch die Hochwassersituation und die daraus resultierenden Folgen verzerrt war, wurde dieses Mal auf eine Siegerehrung mit Prämierung verzichtet.
Trotz der widrigen Umstände waren rund 30 erfahrene Paddler, vorwiegend in Wildwasserkajaks, auf der Enz.

Die Jugend des Schützenvereins Aurich wurde zur Fahrt zugelassen, weil sie einen wildwassertauglichen Mannschaftsschlauchkanadier (Raft) zum Kanonenboot umgebaut hatten, mit dem sie Böller schießend auf die Stadt Vaihingen zu fuhren. Dort wurden sie mit Kanonenschüssen ihrer Vereinskameraden begrüßt. Natürlich gewannen die Bootfahrer die „Seeschlacht“ um Vaihingen und die Landratten mussten die weiße Fahne hissen.

Groß war die Zahl der Schaulustigen auf den Brücken und an den Ufern, die den mutigen Paddlern auf der rasanten Enz Beifall zollten. Strahlender Sonnenschein, der abflauende Starkwind und die gute Laune, die die Veranstaltung ausstrahlt waren Anlass genug, dass viele von ihnen bei der Apres-Paddel-Party am Vaihinger Heiße-Herzen-Platz erschienen und ein Heißgetränk oder einen kleinen Imbiss im Rotkreuz-Zelt zu sich nahmen. Sandra Kimmel, die Organisatorin vom  DRK Vaihingen, zeigte sich überrascht: "Wir hätten nicht gedacht, dass trotz der Einschränkungen auf dem Wasser so viele Festbesucher kommen."

Die Heiße-Herzen-Fahrt ist eine winterliche Benefizfahrt auf der Enz, bei der einerseits die Teilnehmer um eine Spende für einen guten Zweck gebeten werden, andererseits die Strecke zwischen Roßwag und Vaihingen in Kostümierung und mit dekorierten Wasserfahrzeugen zurückgelegt wird. Veranstalter sind die Kanujugend des örtlichen Kanuclubs, das DRK Vaihingen und die Freiwillige Feuerwehr Vaihingen. Die Einnahmen aus den Spenden und der Gewinn der Apres-Paddel-Party (rund 400 Euro) gehen in diesem Jahr an die Kubis-Stiftung, die das Christliche Jugenddorfwerk in Vaihingen beim Aufbau einer traumapädagogischen Gruppe finanziell unterstützt.
Die Heiße-Herzen-Fahrt wird jedes Jahr von einem anderen an der Enz ansässigen Bootsverleiher personell, ideell und materiell unterstützt. In diesem Jahr war es die Firma „Rock the River- Kanuschule und Kanuverleih“ aus Bietigheim.

Wolfgang Nagel, Kanuclub CJD Schloss Kaltenstein, Vaihingen/Enz

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