Änderungen am Neckar bei Sulz

Am 19. September 2009 wurde die Umgestaltung des oberen Wehres (oberhalb Sulz - km 296) der Öffentlichkeit vorgestellt.
160.000 kWh/a sollen erzeugt werden, und die Anlage schreibt schon eine schwarze Null, deckt somit also die Betriebskosten, sagt Herr Huber (Technischer Geschäftsführer des Betreibers).
Der Betreiber und Eigner des Wehres (die Stromversorgung Sulz GmbH) hat ca. 500.000 € investiert.

WasserkraftschneckeDafür wurde eine „Wasserkraftschnecke“ als Bypassturbine zur Stromerzeugung und ein 97,2 m langer Fischaufstieg als Rauhgerinne-Beckenpass (siehe Foto rechts) gebaut.

 

Der Ausstieg oberhalb des Wehres (ca. 70 m davor und vor der Ableitung in den Fischpass) muss am linken Ufer erfolgen. Hier am „naturbelassenen“ Ufer, denn für ein paar Trittsteine hat es trotz vorheriger Kontaktaufnahme nicht mehr gereicht.

Der Einstieg nach ca. 120 m Umtrageweg (S1) ist unterhalb der Einmündung des Fischpasses am flachen Ufer gut möglich.

Zaun um FischpassDas 2. Wehr (unterhalb Sulz - km 295) wurde ebenfalls durch den Nutzer und Eigner umgestaltet.
D.h.: die Infos im Flussführer stimmen nicht mehr (Wehr ist keine 5 m hoch und nicht mehr rechts zu umtragen)
Es wurde auch hier ein Fischpass angelegt. Der Abzweig ist rechts vor dem Wehr und der ganze Verlauf eingezäunt.
Auf Anfrage teilte der Eigner mit, dass der neue (stabile) Zaun (siehe Foto links) notwendig ist, um Paddler, die über sein Grundstück „trampeln“ und den alten Zaun niedermachten, fernzuhalten.

Einstieg linksufrig unterhalb des WehrsEin Umtragen ist aber linksufrig möglich, ohne besondere Ausstiegsmaßnahmen und -hilfen. Das Wiedereinsetzen über eine neue Rampe (siehe Foto rechts) ist gegeben.

Mit den zwei neuen Fischpässen können also Fische (in Sulz) wieder stromauf wandern.
Das freut die Fische und anderes Getier, aber sicherlich auch die Angler.
Speziell die Sulzer Angler machen, wie am 22.04.09 in der Presse zu lesen, aus ihrer Einstellung kein Hehl:

  • Problem Nr. 1 sind die Kanuten und
  • Problem Nr. 2 ist der Kormoran

Im ersten Falle wird polemisiert und auf Gemeindeebene „gearbeitet“. Im 2. Fall sollen die Jäger einspringen. Und da hilft es dem Kormoran auch nicht, dass er zum Vogel des Jahres gekürt wurde.

Entgegen der Ansage im Flussführer …gute Einsatzstelle an der Löwenbrücke… sollte, wer in Sulz beginnen möchte, besser nach dem 2. Wehr linksufrig eingestiegen werden. Der Einstieg ist gut im neuen Industriegebiet und unterhalb der neuen Bogenbrücke zu finden. Parkplätze sind dort auch vorhanden.

PDF zum Aushang im Bootshaus hier downloaden (2 Seiten mit Fotos - 991 KB)!

Meldung von Bernd Liebehenschel

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