Bericht: Württemberger Kanu-Rennsportler top in Form

Die Regattabahn in Köln-Fühlingen war Austragungsort der Deutschen Meisterschaften und zugleich der Saisonhöhepunkt der Rennkanuten. Während sich alle Württemberger Kanuten gut vorbereitet zeigten, hatte das Wetter in der letzten Augustwoche wenig Erbarmen. Regen und bereits herbstliche Temperaturen hielten aber die Sportler nicht ab, ihre Bestleistungen abzurufen.

Mit einem Deutschen Meistertitel kehrte Aline Kunej von der Neckarsulmer Sportunion zurück. Etwas verärgert über zwei dennoch gute vierte Plätze aus dem Kajak-Vierer über 500m und 200m in der Klasse der weiblichen Jugend, gelang Aline Kunej dann als Schlagfrau des BW-Vierers über die 5000m Distanz ihr Meisterstück. Mit einem weiteren sechsten Rang im Kajak-Zweier über 500m war sie in dieser Saison die erfolgreichste Württemberger Kanutin.

Kajak-Vierer der weibliche Jugend. Im gelben Boot das Team der RG-BW mit Aline Kunej am Schlag

oben: Kajak-Vierer der weiblichen Jugend. Im gelben Boot das Team der RG-BW mit Aline Kunej am Schlag

Ebenfalls erfolgreich in dieser Klasse fuhren Ninja Pflugfelder (TSG Heilbronn) und Olivia Scharpff (NSU Neckarsulm) im Kajak-Zweier über 5000m ein beherztes Rennen. Sie erreichten einen guten fünften Rang.

Auch bei der männlichen Jugend überzeugten von der Neckarsulmer Sport-Union die Brüder Felix und Vincent Landes. In Bestform erreichte Felix Landes überraschend in den Einerrennen über 1000m und über die 200m Sprintstrecke beide A-Finale und belegte jeweils einen guten 7. Rang. Zwei Plätze weiter vorn fuhr Felix zusammen mit seinem Bruder Vincent Landes im Kajak-Zweier über 500m auf Platz 5 ins Ziel.

Stabile Leistungen zeigte der Landes-Vierer der Junioren mit dem Böckinger Jann Schwarz sowie mit Philipp Ströhle vom KS Friedrichshafen mit fünften Plätzen über die 200m und 5000m-Strecke.

Mit Chancen auf die Medaillenränge zeigte sich auch die Leistungsklasse sprintstark über die 200 m. So gelang dem KS Friedrichshafen mit Jürgen Schüle und Niklas Böhme im Kajak-Zweier ein toller Finallauf, in dem sie erst äußerst knapp vor der Ziellinie abgefangen wurden und mit dem dritten Rang die erhoffte Medaille einfuhren. Nicht gut erwischt hatten beide zusammen mit ihren Mannschaftskameraden Simon Florian und Joshua Kröck die Startschläge im Finale der Kajak-Vierer. Obwohl schon die Zwischenlaufzeit Hoffnung gab auf eine vorderste Finalplatzierung, wurde es nach diesem ärgerlichen Missgeschick leider nur Rang 9. Besser lief es hingegen im selben Rennen für Stefan Schlunke von der Union-Böckingen. Bis kurz vor dem Ziel noch eine Medaille im Reichweite, müsste auch er sich mit dem undankbaren vierten Platz als Schlagmann im Boot der Renngemeinschaft BW anfreunden. Im Einer-Kajak über 5000m am Start war Peter Schneider (KS Friedrichshafen), der es mit starker Konkurrenz, unter anderem mit dem diesjährigen Weltmeister und Sieger dieses Rennens Max Hoff, zu tun hatte und sich mit Rang 9 im Mittelfeld platzieren konnte. Im K2 über die Langstrecke erzielte David Sucher (Union Böckingen) einen umkämpften 7. Platz.

In den jüngeren Schülerklassen mit von der Partie stellten sich Carolin Müller und Lena Staab (beide Union Böckingen) sowie Yannik Pflugfelder, Nico Wesselin und Yves Wehmer (alle TSG Heilbronn) mit ansprechenden Leistungen erfolgreich der Konkurrenz der diesjährigen Meisterschaften.

Insgesamt dürfen sich alle Sportler sowie der Kanu-Verband Württemberg über ein erfolgreiches Gesamtergebnis freuen, mit dem die umfangreichen Vorbereitungen auf die Meisterschaften und die insgesamt anstrengende und lange Rennsportsaison belohnt wurde.

Klaus Schneider, Referent für Kanurennsport im KVW

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