DM im Kanurennsport: Unterländer Kanuten holen fünf Medaillen

Neckarsulmer Kanute Felix Landes gewinnt vier Medaillen

Mit vier Medaillen kehrte Felix Landes als erfolgreichster Unterländer Rennkanute von den 60. Deutschen Kanurennsportmeisterschaften auf der Olympiaregattastrecke in München-Oberschleißheim zurück.

 

Über 1100 Sportler aus 120 Vereinen kämpften in den Schüler-, Jugend-, Junioren- und Leistungsklassen zum nationalen Saisonhöhepunkt um die Meistertitel. In Bestform präsentierte sich der Neckarsulmer Juniorenkanute Felix Landes. Über die 200 Meter-Sprintstrecke überraschte er mit der Mannschaft der Renngemeinschaft Baden-Württemberg im Viererkajak mit einem nicht erwartetet vierten Platz im Finale. Im darauffolgenden Rennen im Zweierkajak bestätigte Landes zusammen mit Partner Maximilian Hahl (Karlsruhe) die gute Form. Sie gewannen mit 1/100 Sekunde Vorsprung auf Platz vier die Bronzemedaille. Dies gab Selbstvertrauen in die anstehenden Rennen über die 500 und 1000 Meter Distanzen. Im Kajakzweier über 500 Meter lagen die beiden Junioren vom Start an in zweiter Position. Trotz heftigen Angriffen der Boote aus Hessen und Sachsen wurde diese Position gehalten. In 1:38,76 Minuten gewannen sie hinter der Vertretung aus Nordrhein-Westfalen die Deutsche Vizemeisterschaft. Das Rennen der Viererkajaks über die olympische 1000 Meter-Strecke entwickelte sich wie im Zweierkajak zu einem Zweikampf zwischen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, in dem sich Felix Landes mit seiner Mannschaft wieder den zweiten Platz erkämpfte. Am Abschlusstag standen die Rennen über die 5000 Meter Langstrecke an. Hahl und Landes entschieden sich für einen Start im Zweierkajak. Damit waren sie auch in der Favoritenrolle. Von Beginn an hielten die beiden Jungs das Tempo hoch, so dass auf den letzten 1000 Metern nur noch das Boot aus Magdeburg mithalten konnte. Die Magdeburger attackierten 300 Meter vor dem Ziel nochmals, konnten aber den Gewinn der Goldmedaille von Maximilian Hahl und Felix Landes nicht gefährden. Felix Landes hat nun gute Chancen vom Deutschen Kanuverband in die Auswahlmannschaft für die Olympic Hope Games, ein Vergleichswettkampf der besten europäischen Jugend- und Juniorenkanuten, nominiert zu werden.

Aline Kunej - Ninja Pflugfelder (Boot Mitte)Felix Landes- KanuMax Hahl - Felix Landes  Kanu1Max Hahl - Felix Landes  Kanu2

Aline Kunej (SVN) und Ninja Pflugfelder (TSG) zeigten im Jugendzweier über 500 Meter ihr bisher bestes Rennen der Saison und sprinteten in 1:48,25 Minuten als Vierte über die Ziellinie. Die beiden gingen auch über die Langstecke an den Start. Vor der ersten Wende gab es im Führungspulk aus acht Booten eine Kollision im Feld aus der sich Kunej-Pflugfelder mit drei weiteren Booten absetzen konnten. Die Boote belauerten sich bis kurz vor dem Ziel und entschieden erst im Schlussspurt das Rennen: Aline Kunej und Ninja Pflugfelder erkämpften sich die Bronzemedaille.

Vincent Landes (SVN) errang im Viererkajak über 5000 Meter einen sechsten Platz. Olivia Scharpff (SVN) holte sich im Damen-Vierer über 200m den fünften Platz. In der Schülerklasse zeigten Carolin Müller(UB) als Fünfte im Viererkajak über die 2000 Meter Langstrecke und Yannik Pflugfelder (TSG) mit Platz 20 unter einundfünfzig Startern im Kanumehrkampf hervoragende Leistungen.

Volker Jung

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